Reisebericht Aquadivers

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Verfasserin: Diana Pawlowski
Die Kunst des Tauchens:
Das Tauchen ist gleichzeitig eine Lebenskunst. Wer taucht erlebt nicht nur die Unterwasserwelt mit anderen Augen, sondern automatisch werden jegliche Umgebungen konzentrierter wahrgenommen. Taucher leben wesentlich mehr in der Gegenwart und können ihr Leben dadurch besser genießen. Die innere Ruhe, die beim Tauchen erlernt wird, auch in Notsituationen nicht den Kopf zu verlieren, wird dann ebenfalls im Alltag angewendet.
Viele Taucher waren, bevor sie mit dem Tauchen angefangen haben, noch ganz andere Menschen, wobei die Erfolge zur eigenen Selbstfindung zu einem großen Teil mit dem Tauchen und den jeweiligen Gedanken zusammen hängen.
Das Tauchen stärkt das Selbstwertgefühl, da man Herr seiner Lage wird und gleichzeitig in ein soziales Netz verstrickt ist, indem Taucher sich gegenseitig kommunikativ austauchen. Taucher tauchen in zwei Welten, in der Unterwasserwelt und in der Kommunikationswelt (idiving-Programm z.B).
Jemand, der regelmäßig taucht, atmet langsamer, dadurch verlangsamt sich sein gesamter Blutkreislauf, das Herz schlägt weniger. Aufgrund der Tatsache, dass der Körper kaum noch arbeiten muss und gelernt wurde, in Notsituationen innerlich ruhig zu bleiben, sowie die Situation unter Kontrolle zu haben, sodass der Tauchpartner noch gerettet werden kann, kann diese Lebenseinstellung, die in den Alltag hineingenommen wird, für sich und andere lebensverlängernd wirken.
Ein Taucher zu sein, ist im Prinzip eine Lebensphilosophie, die sich nicht nur auf das Tauchen bezieht, sondern auf die gesamte Lebensweise. Ein Taucher ist auch dann ein Taucher, wenn er nicht die Möglichkeit zu tauchen hat, sondern in Arbeit und Pflichten verstrickt ist. Er ist und bleibt ein Taucher, egal ob er ein Lob erhält oder unnötig kritisiert wird, denn er wendet alle Tauchprinzipien im Alltag an. Er bleibt innerlich ruhig, steht über den Dingen, ist Herr seiner selbst und seine Gedanken sind dort, wo ein Taucher sich am Wohlsten fühlt und lässt andere in seine innere Friedenswelt hinein und an ihr teilhaben, indem zum Beispiel Tauchfotos gezeigt werden, die auf Hektik und Unruhe wie ein Balsam wirken.
Ein wahrer Taucher ist gleichzeitig auch ein Friedensstifter. Das Tauchen ist in meinen Augen eine Wissenschaft, denn mit der Ausübung der richtigen Tauchtechniken treten somit absehbare, gewünschte Resultate ein. Tauchen kann als Hobby ausgeübt werden oder als eine Berufung, wobei es nicht heißt, dass das eine das andere ausschließt. Jemand, der rund um die Uhr, mit vollem Eifer und Einsatz, von ganzem Herzen für andere Menschen (Taucher) da ist, sich ehrenamtlich für das Wohle einer Tauch-Gemeinschaft engagiert, sein Leben im Prinzip für andere lebt und dadurch selber immer glücklicher wird, wobei er selbst nur wenig an sich denkt und bescheiden ist, der lebt ein ausgefülltes und bereicherndes Leben.
Ein konkretes Beispiel: Es war mir eine große Ehre, während sich zur gemütlichen Runde die Taucher zu einem Abendbrot in der Sunshine-Villa (Nai-Thon, Phuket) trafen, Herrn Christian Mietz, TDA-Marketing-Präsident (TDA Representative Krabi/Koh Lanta Branch) kennen lernen zu dürfen. Da ich Soziale Arbeit studiere und mich für die Arbeit in Kinderheimen interessiere, berichtete mir Christian von seiner Marketingführung und nannte mir, auf Anfrage, die Adresse eines Kinderheimes in Khao Lak (BELUGA-School for life), das nach der Tsunamikatastrophe gegründet wurde und das ich mir ein paar Tage später aus der Nähe ansah.
Die Kinder haben es dort sehr gut. Das Heim macht einen gepflegten und reichen Eindruck.
Es ist ein Gesetz einer jeden Wissenschaft, dass jegliche Bemühungen, die gute und sinnvolle Ziele verfolgen und im Einklang mit der Natur bzw. mit seiner Umwelt stehen, vom Schicksal belohnt werden, indem sich Türen öffnen, die neue Möglichkeiten und Wege liefern, kontinuierlich erfolgreich zu sein, da man die wertvollen Ziele anderer Menschen zu seinen Zielen gemacht hat.

Tauchschule: